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Speedcubing Glossar

Inhaltsverzeichnis

Begriffe rund ums Speedcubing


Algorithmus

Ein Algorithmus bezeichnet eine Vorgehensweise, bei welcher Zeichenreihen schrittweise nach einem bestimmten Muster umgeformt und wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Beim Speedcubing erlernst du bei vielen Lösemethoden ganz bestimmte Zugfolgen, sogenannte Algorithmen. Diese Methoden unterscheiden sich in ihrer Komplexität. Bei einigen Methoden musst du nur wenige Zugfolgen (oder eben Algorithmen) kennen und diese kontinuierlich wiederholen. Für schnellere Lösezeiten gibt es auch komplexere Arten, einen Würfel zu lösen, bei denen du zwar viele Algorithmen und Spezialfälle auswendig kennen musst, dadurch jedoch weniger Züge notwendig werden. In diesem Video wird das Prinzip von Speedcubing und der Einsatz von Algorithmen beim Lösen ausführlich erklärt.

CFOP

CFOP, auch Fridrich Methode genannt, steht für die Abfolge Cross, F2L (FTL), OLL und PLL. Eine detaillierte Erklärung dieser Begriffe und Tutorials zur Methode findest du unter CFOP Speedsolving Method.

Cross

Dieser Begriff beschreibt den ersten Schritt der Fridrich Methode, wobei die weisse Seite eines Cubes in eine Kreuzform gebracht werden soll. Dabei sollen auch die Edge Pieces und Center Pieces dieselbe Farbe pro Seite aufweisen.

F2L (FTL)

Dieser Begriff bedeutet so viel wie "first two layers" und beschreibt das Lösen der beiden ersten (unteren) Ebenen. Dieses Vorgehen ist der zweite Bestandteil der Fridrich Methode (CFOP).

OLL

Ausgeschrieben heisst OLL "orient last layer" was auf Deutsch "die letzte (oberste) Ebene ausrichten" bedeutet. Dieses Vorgehen ist der dritte Bestandteil der Fridrich Methode (CFOP).

PLL

Die vollständige Schreibweise von PLL lautet "permutate last layer" was so viel bedeutet: "die letzte (oberste) Ebene umstellen". Dieses Vorgehen ist der vierte und letzte Bestandteil der Fridrich Methode (CFOP).

Fridrich Methode

Die Fridrich Methode, auch CFOP genannt, wurde von Jessica Fridrich entwickelt. Fast alle Cuber verwenden sie und erreichen damit Bestzeiten. CFOP steht für die Abfolge von Cross, F2L (FTL), OLL und PLL.

Im folgenden Interview erzählt Jessica Fridrich mehr über ihre eigens entwickelte Methode:

Look Ahead

Look Ahead heisst frei übersetzt so viel wie "vorausschauendes Denken". Das ist beim Speedcubing von grosser Bedeutung. Bereits während der Drehung solltest du den nächsten Schritt im Kopf haben. So steigerst du deine Geschwindigkeit und Effizient beim Lösen deines Cubes.

God's Number

God's Number, auch „Gottes Zahl“ oder „Gottes Algorithmus“ genannt, ist die Zahl an Spielzügen, bei der ein Cube aus jeglicher Ausgangslage gelöst werden kann. Detailliertere Infos zur Geschichte dieser Nummer findest du auf der Kategorieseite der Speedcubes 3x3.

Devil's Number

Die Devil's Number oder Teufelszahl beschäftigt sich mit der Anzahl Züge, die notwendig ist, einen Würfel aus jeder möglichen Ausgangsstellung mit nur einem einzigen, sich stetig wiederholenden Algorithmus zu lösen. Unter Devil's algorithm wird der Algorithmus verstanden, den man dafür benötigt. Der Teufelsalgorithmus, als auch die Teufelszahl bleibt für den 2x2 Würfel und somit auch alle grösseren Modelle bis heute von Mensch und Maschine ungelöst. Diese Berechnungen ergeben eine unvorstellbar grosse Zahl an Möglichkeiten, die bisher nicht erfasst werden konnte.

Blindfolded Cubing / Solving

Als Blindfolded Cubing wird das Lösen eines Zauberwürfels mit verbundenen Augen bezeichnet. Dabei prägt sich der Cuber zunächst den ungelösten Würfel ein und löst ihn anschliessend mit verbundenen Augen. Mehr zum Thema findest du unter: Mögliche Methoden des Blindfolded Cubing bei Wettkämpfen.

Colour Neutrality

Colour Neutrality beschreibt die Fähigkeit eines Cubers, das Lösen des Cubes mit jeder beliebigen Steinfarbe, resp. Seite eines Speedcubes beginnen und es dann so lösen zu können. Im Gegensatz dazu geben viele bekannte Methoden vor, mit welcher Farbe das Lösen eines Cubes gestartet wird, nämlich mit dem Cross der weissen Seite und zum Schluss wird OLL und PLL angewendet. Cuber sind sich einig, dass Colour Neutrality am einfachsten erlernt wird, wenn sie bereits ganz am Anfang der Speedcubing-Karriere trainiert wird.

Fewest Moves

Fewest Moves heisst, dass du als Cuber mit möglichst wenigen Zügen einen Speedcube löst. Die Fewest Moves Challenge (FMC) ist auch eine Disziplin bei den Turnieren der WCA, wobei der Cuber innert einer Stunde den Lösungsweg mit den wenigsten möglichen Schritten notieren muss. Es sind maximal 80 Züge inklusive Rotationen erlaubt. Eine Drehung um 90°, ein sogenannter Quarter Turn entspricht dabei jeweils einem Move.

WCA

WCA steht für World Cube Association, welche 2004 gegründet wurde. Sie organisiert Wettbewerbe für Cuber aus der ganzen Welt. Es werden Meisterschaften veranstaltet und Weltmeister der verschiedenen Cubing Disziplinen gekürt.


Eigenschaften und Machart eines Zauberwürfels


Cubie

Ein einzelner Würfelstein eines Cubes wird als Cubie bezeichnet.
Center Pieces eines Zauberwürfels

Center Piece

Als Center Piece wird der Stein, resp. die Steine in der Mitte eines Würfels beschrieben. Weitere Infos dazu findest du in unserer FAQ zum Thema Popping.
Edge Pieces eines Zauberwürfels

Edge Piece

Mit Edge Pieces sind die Kantensteine (die äusseren Steine zwischen den Ecksteinen) eines Würfels gemeint. Bei einem 3x3 Würfel ist das somit jeweils ein Stein zwischen den Ecksteinen pro Seite, bei einem 4x4 Würfel jeweils zwei Steine pro Seite. Weitere Infos dazu findest du in unserer FAQ zum Thema Popping.
Corner Pieces eines Zauberwürfels

Corner Piece

Die Ecksteine eines Cubes nennt man Corner Pieces. Bei würfelförmigen Cubes sind es acht Corner Pieces, je nach Form des Cubes können es aber entsprechend mehr oder weniger Ecksteine sein. Weitere Infos dazu findest du in unserer FAQ zum Thema Popping.
Layer oder Ebene eines Speedcubes

Layer

Layer kann mit dem Wort Ebene übersetzt werden. So hat z.B. ein 3x3 Würfel drei Layer, ein 4x4 Würfel vier Layer etc. Viele Beginner lösen Cubes mit der Layer-by-Layer Methode. Dabei wird der Würfel Ebene um Ebene gelöst, wobei es viele verschiedene Varianten und Abwandlungen dieser Methode gibt.

Florian Mod

Florian Mod beschreibt die leicht abgerundeten Steinkanten eines Cubes. Diese tragen zu einem besseren Drehgefühl und verbessertem Corner Cutting bei.

Fun fact: Die meisten in der heutigen Zeit produzierten Cubes weisen bereits standardmässig die Steinform der Florian Mod auf, während früher einige Cuber die Steine ihres Würfels mit Schleifpapier entsprechend abgeschliffen haben.
Die meisten unserer Cubes haben Würfelsteine in der Florian-Mod-Form, z. B. Artikel GAN 11 M Pro 3x3.
Speedcube mit Sculpted Design

Sculpted Design

Sculpted Design beschreibt Puzzles mit einer besonderen Oberflächenbeschaffenheit, z. B. unser GAN Megaminx M. Die Steine sind nicht ebenmässig wie bei herkömmlichen Cubes, sondern haben entweder Einbuchtungen oder Wölbungen, die für einen besseren Griff sorgen.

Ausführung schwarz/stickered

Man unterscheidet bei Cubes zwischen schwarzen, stickered und stickerless Cubes. Stickered Cubes haben meist ein einfarbiges (oft schwarzes) Innenleben und sind mit farbigen Stickern in den jeweiligen Farben beklebt. Das hat zum Vorteil, dass verkratzte Sticker ersetzt werden können. Ausserdem weisen die Sticker eine minimale Kante auf, was für einen besseren Griff beim Drehen des Würfels sorgen kann. Durch häufige Benutzung oder UV-Einstrahlung können sich die Sticker ablösen und der Würfel muss mit neuen Stickern versehen werden.

Zu allen stickered Cubes

Ausführung stickerless

Stickerless Cubes bestehen aus farbigen Kunststoffteilen. Das hat zum Vorteil, dass keine Sticker ausgetauscht werden müssen und die Steine auch bei regem Gebrauch ihre Farbe behalten. Eine weitere Variante von stickerless Cubes heisst frosted (stickerless). Dabei ist die Oberfläche leicht matt und nicht ganz glatt. Dadurch wird der Cube griffiger und weniger anfällig für Kratzer.

Zu allen stickerless Cubes

Farbanordnung

Wusstest du, dass bei den meisten Cubes zwischen zwei Farbanordnungen unterschieden wird?
Es gibt die westliche und die japanische Farbanordnung. Beide Schemen weisen dieselben sechs Farben (nämlich weiss, gelb, orange, rot, grün und blau) auf, jedoch variiert deren Anordnung und folglich auch die bevorzugte Lösungsmethode der Cuber.
Westliche Farbanordnung eines Cubes

Westliche Anordnung

Beim westlichen Farbschema starten Cuber das Lösen mit der weissen Ebene und beenden es mit der gelben. Dieses Schema ist auch bekannt als "Minus Yellow". Addiert oder subtrahiert man nämlich von einer beliebigen Seitenfarbe die Farbe gelb, erhält man die gegenüberliegende Seitenfarbe, z. B.:
weiss + gelb = gelb
rot + gelb = orange
blau + gelb = grün
Japanische Farbanordnung eines Cubes

Japanische Anordnung

Die ersten Serienproduktionen von Cubes gingen mit japanischem Farbschema über den Ladentisch. Auch heute verwenden einige Cuber Speedcubes mit japanischer Anordnung und lösen diese oft mit der Fridrich Methode, wobei das Lösen mit der blauen Ebene begonnen und mit der weissen Ebene beendet wird.

Farbgebung

Farbschema Full-bright eines Zauberwürfels

Full-bright

Full-bright beschreibt eine sehr leuchtende Farbgebung eines Cubes in Neon-Tönen. Die Farbnuancen variieren je nach Hersteller. Diese Farbgebung gibt es bei stickered und stickerless Würfeln.
Farbschema Half-bright eines Zauberwürfels

Half-bright

Half-bright beschreibt die Farbgebung, bei welcher besonders die Farben Grün und Gelb in Neon-Tönen und die restlichen Farben eher kräftig aber weniger grell gehalten werden. Die Farbnuancen variieren je nach Hersteller. Diese Farbgebung gibt es bei stickered-, als auch bei stickerless-Würfeln.

Classic / Jelly / Macaron

Es gibt noch weitere Farbschemen wie z.B. das Schema Macaron mit süssen Pastellfarben, Jelly mit etwas durchsichtigen Farben oder die Variante Classic, die dem ursprünglichen, ersten Zauberwürfel nachempfunden wird.

Magnetsystem

Ein im Cube verbautes Magnetsystem dient dazu, dass sich Ebenen leichter positionieren lassen und bei schnellen Drehungen nicht über die Ecken "weiterdrehen". Magnete ziehen sich auf den letzten Millimetern einer Drehung an und vollenden diese.

Je nach Würfel und Marke kannst du die Magnete nach deinen Wünschen einstellen:
  • Bei sehr günstigen Cubes sind die Magnete im Innern der Würfelsteine verleimt und können nicht ausgetauscht werden.
  • Bei günstigen Cubes sind die Magnete in den Würfelsteinen eingelassen und können ausgetauscht werden.
  • Bei Cubes im mittleren und höheren Preissegment kann die Magnetstärke individuell angepasst werden.

Alle Vorteile von Cubes mit Magnetsystem findest du in unserer FAQ zu magnetischen Cubes.

MagLev

MagLev steht für magnetische Levitation resp. magnetische Schwebekraft. Dabei handelt es sich um eine Methode, bei welcher Magnetfelder eingesetzt werden, um Stösse/Schwingungen abzufedern und z. B. Magnetschwebebahnen zu betreiben. Dabei wird keine andere Unterstützung benötigt, stattdessen werden Schwerkraft und andere Kräfte mit Magnetkraft ausgeglichen.

Bei Cubes mit MagLev-Bauweise sind im Spannungssystem des Würfels zwei Magnete mit denselben, folglich sich abstossenden Polen übereinander verbaut. Dadurch werden die bisher üblichen Federn ersetzt und die Reibung wird vermindert. Dies erlaubt dir schnellere Drehungen beim Lösen und eliminiert Federgeräusche komplett. Wir können dir den hochwertigen GAN12 M MagLev frosted 3x3 sehr empfehlen.
Alternativ führen wir auch einige tolle preiswertere Modelle:

GAN GES

Der Hersteller GAN nennt sein Spannungssystem für die Federn GAN GES. Dieses ist in den hochwertigsten GAN Würfeln verbaut. Detaillierte Informationen findest du auf unserer FAQ-Seite zum Thema GES bei GAN Cubes.

Honeycomb Contact Surface von GAN

Die Honeycomb Contact Surface bezeichnet eine wabenförmige Oberfläche auf der Innenseite eines Cubes der Marke GAN. Diese Oberfläche sorgt für eine gleichmässige Verteilung von Silikonöl. Andere Hersteller haben eine ähnliche Oberflächenbeschaffenheit der Innenflächen für denselben Zweck entwickelt.

Spannungssystem

Das Spannungssystem bezeichnet die Vorrichtung zur Regulierung der Spannung aller im Cube verbauten Federn und lässt sich individuell einstellen. Erfahre mehr dazu auf unserer FAQ-Seite zum Thema Federspannung.

Handhabung Zauberwürfel

Corner Cutting positive and reverse

Corner Cutting

Corner Cutting heisst zu Deutsch "Eckenschneiden". Bei einem Würfel, bei dem Corner Cutting gut möglich ist, können sich die einzelnen Teile des Cubes leicht bewegen. So kann ein Teil des Würfels durch das Bewegen eines anderen Teils wieder in die korrekte Position gebracht werden, ohne dass der Zauberwürfel blockiert, seine Steine verliert oder sogar kaputt geht. Weitere Infos dazu findest du auch auf unserer FAQ-Seite zum Thema Popping.
Corner Cutting funktioniert in beide Richtungen. Das heisst, du kannst die Ecken in normale Drehrichtung nach rechts (auch "positive" genannt) sowie nach links (auch "reverse" genannt) schneiden.

Half Turn

Half Turn beschreibt eine halbe Drehung und entspricht beim Cubing zwei Moves (Zügen). Eine ganze Drehung wäre 360 Grad und eine halbe Drehung ist somit 180 Grad.

Quarter Turn

Quarter Turn beschreibt eine Vierteldrehung und entspricht einem Move (Zug). Eine ganze Drehung beträgt 360 Grad und eine Vierteldrehung somit 90 Grad. Jede 90° Drehung entspricht einem Move (Zug).

Lock-up / Locking

Unter Lock-up oder Locking versteht man ein "Verhaken" des Würfels. Wenn ein Stein, eine oder mehrere Ebenen nicht korrekt ausgerichtet sind, kannst du die Drehung nicht richtig ausführen und es entsteht ein sogenannter Lock-up. Hilfreiche Tipps, wie du das wieder in Ordnung bringen kannst, findest du auf unserer FAQ-Seite zum Thema Popping.

Overshooting

Als Overshooting bezeichnet man eine Drehung, die weiter als gewünscht geht. Ganz vereinfacht gesagt bedeutet Overshooting also folgendes: Du möchtest eine Ebene um 90 Grad drehen, aufgrund der hohen Geschwindigkeit dreht sich die Ebene jedoch um 180 Grad. Das kostet Zeit und wirkt sich negativ auf deine Lösezeiten aus.

Popping

Als Popping wird das Herausfallen einzelner Cube-Steine, den sogenannten Cubies, oder das Zerspringen des Cubes in seine Einzelteile, bezeichnet. Alle Informationen dazu findest du auf unserer FAQ-Seite zum Thema Popping.

Scramble

Das Verdrehen eines Zauberwürfels, damit man ihn danach lösen kann, wird Scramble genannt. Oft werden ca. 20 verschiedene Drehungen angewendet, um den Zauberwürfel so zu verdrehen, damit er danach gelöst werden kann. Es gibt auch Programme, die einen Scramble generieren, den du dann nach Anleitung nachstellen kannst.